Grunderwerbsteuer berechnen

Notarkosten

Nebenkosten des GrunderwerbsWer in Deutschland eine Immobilie oder ein Grundstück erwirbt, wird spätestens bei der Baufinanzierung auf die Worte Notar- und Grundbuchkosten stoßen. Oft herrscht Unwissenheit über die Arbeit und Funktion eins Notars und die damit verbunden Grundbuchkosten. Hier erfahren Sie mehr über die Zusatzkosten.

Welche Kosten fallen noch beim Grundstücks- und Immobilienerwerb an?

Neben der Grunderwerbsteuer fallen beim Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie weitere Kosten an, die sich nicht vermeiden lassen. Einen der größten Posten stellt der Notar dar. Der stets neutrale und im Dienste des Staats stehende Notar, dient zum Schutz der Käufer bzw. Verkäufer einer Immobilie. Er bewahrt beide Parteien davor, nachteilige und vorschnelle Geschäfte abzuschließen. Zusätzlich nimmt er mit seinen Mitarbeitern alle bürokratischen Amtsgänge ab und haftet für seine Fehler. Seine Hauptaufgabe ist die Ausarbeitung von Verträgen mit anschließender Beurkundung und die Abwicklung des gesamten Rechtsgeschäfts. In Deutschland herrscht Notarpflicht.


Notarkosten: Diese Posten kommen auf den Käufer zu

Notare erhalten deutschlandweit das gleiche Gehalt, mit Ausnahme der neuen Bundesländer. Hier sind die Kosten etwas niedriger. Man hat stets das Recht einen Notar selber zu wählen.
In Deutschland sind gegenwärtig etwa 8.000 Notare tätig. Einen Notar in Ihrer Nähe finden Sie beispielsweise auf der Seite www.deutsche-notarauskunft.de, die die Bundesnotarkammer anbietet.

Die ersten Kosten für einen Notar, fallen schon bei der Baufinanzierung einer Immobilie oder eines Grundstücks an. Seine Aufgabe ist es, das Darlehen der Bank in das Grundbuch einzutragen. Viele Kreditgeber verlangen deshalb als Sicherheit das sogenannte Grundpfandrecht, dass vom Notar in das Grundbuch eingetragen werden muss.

Beispiel für Notarkosten beim Immobilienkauf von 200.000 Euro:
(Hinweis: Folgende Auflistung ist nur exemplarisch, die genauen Kosten erfahren Sie von Ihrem Notar)

  • Protokollierungsgebühr für den Kaufvertrag: 714,00 Euro
  • Grundschuldbestellung mit Vollstreckungsklausel: 357,00 Euro
  • Gebühr für Abwicklungstätigkeiten: 178,50 Euro
  • Vertragsvollzugsgebühren etc.: 89,25 Euro
  • Falls das Darlehen über ein Notaranderkonto abgewickelt werden soll: 537,50 Euro

= Gesamtkosten: 1.876,25 Euro

Tipp: Informieren Sie sich am besten vorab darüber, welche Notarkosten auf Sie zukommen. Da Notare durch die Bundesnotarordnung dazu verpflichtet sind, genau die gesetzlich vorgeschriebenen Gebühren zu verlangen, können Sie diesen Betrag frühzeitig einplanen.